3 Wochen Mali ReiseMali: Nigerstrom Expedition
3 Wochen, mit Flussbootfahrt von Mopti über Timbuktu bis Gao - eine wahre Zeitreise.
Dahingleiten auf dem Fluss der Götter, Begegnungen mit den Ethnien
Westafrikas, eintauchen in die bunten Märkte...
- Djenné, lebhaftes Marktzentrum, herausragende Banco-Architektur
und größte Moschee in Lehmbauweise in Westafrika
- Mopti, Handelszentrum und Hafen am Nigerbinnendelta
- Mehrtägige Bootsfahrt auf dem Niger in einmaliger, archaischer
Flusslandschaft
- Motorisierte, speziell für Tourismus umgerüstete Pinasse
mit Sonnendeck, Schattendach und Sitzbänken in Fahrtrichtung
- Das legendäre Timbuktu
- Hombori-Berge im Herzen des Nigerbogens
- Kurzes Trekking im Dogonland
- Am Nigerstrom
Homboriberge im Zentrum des inneren Nigerbogens
...Ethnien in Mali
Detailprogramm:
1. Tag: Flug nach Bamako
Flug von Frankfurt über Casablanca nach Bamako (oder andere
Flugmöglichkeit), Übernachtung im Hotel (wenn möglich Hotel Mandé mit Pool und
Terrassen am Nigerstrom) oder einem anderen zentral gelegenen Hotel.
2. bis 3.Tag: Anreise nach Djenné und nach Mopti
Am nächsten Morgen brechen wir auf nach Djenné. Die Fahrt verläuft
über eine gute Teerstraße. Wir passieren Ségou, einstmals die Hauptstadt des
mächtigen Bambara-Reiches und heute eine angenehm ruhige Stadt, schön gelegen
am Nigerfluss.
Die alte Handelsstadt Djenné fasziniert durch ihre Banco-Architektur,
die aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammt. Diese Lehmbauweise entstand unter
dem Einfluss des islamischen Nordens, der hier mit den regionalen Gegebenheiten
eine harmonische Symbiose eingeht. Das Schmuckstück der Stadt ist natürlich
die berühmte Große Moschee im Zentrum;1815 zerstörte der Fulbe-Herrscher Sékou
Ahmadou das ursprüngliche Gebäude. Die heutige, 20 Meter hohe Moschee wurde
nach dem Vorbild des alten Gebäudes in den Jahren 1906-1909 errichtet. Sie ist
eines der bedeutendsten Beispiele der sudanischen Banco-Architektur und bietet
5.000 Gläubigen Platz. Vom Dach eines gegenüberliegenden Hauses lässt sich das
Bauwerk besonders gut überblicken. Die Moschee erhebt sich direkt neben dem
bunten Treiben des Montagsmarktes.
Djennés Blütezeit als Handelsknotenpunkt zwischen Nord- und
Westafrika begann im 13. Jahrhundert, als die Stadt Teil des historischen Reiches
Mali war. Als Umschlagplatz für Elfenbein, Gold, Sklaven und Lebensmittel aus
dem Süden sowie Salz aus der Sahara und europäischen Waffen überflügelte Djenné
sogar Timbuktu. Djennés Bedeutung lag allerdings nicht nur in seiner ökonomischen
Macht, sondern darüber hinaus stellte die Wirtschaftsmetropole ein Zentrum des
Geisteslebens dar. Auch die Eroberung durch das Songhai-Reich 1468 änderte daran
nichts. Wir verlassen die geschichtsträchtige, nichtsdestotrotz höchst lebendige
Stadt am späten Nachmittag, fahren ca. 140 km und beziehen ein einfaches Hotel
in Sevaré, einem Vorort von Mopti.
4. Tag: Besuch von Mopti und Aufbruch zur Pinassenfahrt auf dem Nigerstrom
Mopti, das "Venedig von Mali", so genannt, weil Sékou Ahmadou
die Ansiedlung auf drei Inseln am Zusammenfluss von Niger und Bani erbauen ließ.
Erst 1893 ließen die französischen Kolonialherren einen 13 Kilometer langen
Damm zum Festland aufschütten. Die Stadt liegt am Schnittpunkt der Handelsrouten
zwischen Djenné, Timbuktu, Gao und dem Dogonland. Heute ist sie der bedeutendste
Markt des Niger-Binnendeltas mit ca. 80.000 Einwohnern und gleichzeitig der
Beweis, dass die Sahara nie eine Barierre zwischen dem Maghreb und Schwarzafrika
darstellte. Viele Handelswege durchquerten die Wüste, auf denen ein reger Austausch
von Gütern und kulturellen Einflüssen stattfand.
In Mopti treffen sich die zahlreichen Völker und Ethnien des
Sahel und der Süd-Sahara, der gesamte Ort ist ein einziges Farbenmeer.
Die Karawanen der Tuareg transportieren Salz aus der Sahara
nach Timbuktu, von wo es auf dem Niger nach Mopti gebracht wird. Dioula-Händler
bieten bunte, gewebte Decken feil, während die Fulbe (Peulh) durch ihre breitkrempigen,
mit Leder besetzten Hüte auffallen. Dominiert wird der Handel von den Frauen:
Fulbe-Frauen verkaufen Milchprodukte, die Frauen der Bozo haben neben Räucherfisch
auch bemalte Tongefäße im Angebot. Erdnüsse und Kalebassen werden von Bobo-Frauen
feilgeboten, während die Frauen der Bambara hauptsächlich mit Gewürzen und Kräutern
handeln. Die Produkte spiegeln die traditionellen Wirtschaftsformen der einzelnen
Völker wieder.
Ein weiterer Blickfang ist die Werft von Mopti. Die motorisierten
Pinassen werden beplankt, während die Pirogen meist aus einem einzelnen Baumstamm
von riesigen Ausmaßen gefertigt werden. Schmiede stellen vor Ort Nägel aus Eisenschrott
her, für uns Besucher ein interessanter Anblick.
Voraussichtlich im Laufe des 4. Reisetages begeben wir uns zu
einer Anlegestelle, wo uns unsere Pinasse erwartet. Die Fahrt auf dem gewaltigen
Nigerstrom nimmt ihren Anfang, wir starten - wenn alles planmäßig läuft - evtl.
am Nachmittag und steuern Richtung Debo-See. Das Flussbett teilt sich bald in
zahlreiche ca. 20 Meter breite Kanäle auf, die schließlich in den See münden,
der weitläufig von Schilfbewuchs umsäumt ist. Die Vogelwelt ist vielfältig und
farbenfroh, auf den Sandbänken stellen Kormorane ihr Gefieder zum Trocknen auf,
daneben blitzt das blaue Gefieder von Eisvögeln. Man sieht Reiher, Seeadler,
Milane, Bussarde und Webervögel.
5. bis etwa 7. Tag: Unterwegs auf dem „Fluß der Götter“, Pinassenfahrt
auf dem Niger
Bei unserer ruhigen Fortbewegunsgart bieten sich zahlreiche
Möglichkeiten, Fotos zu machen und die einzelnen Ethnien, die am Ufer des Stroms
leben, kennenzulernen. Zwischen November und Februar treiben die Peulh-Nomaden
ihre riesigen Rinderherden durch den Fluss, um ihren Wanderweg am anderen Ufer
fortzusetzen. Ein unvergessliches Spektakel aus wild brüllendem, das Wasser
aufwirbelndem Vieh und den anfeuernden Rufen der Hirten, die ihren Herden schwimmend
folgen. Auch zu anderen Jahreszeiten bevölkern die ausgedehnten Herden, die
der ganze Stolz ihrer Besitzer sind, die Ufer des Niger.
Die üppige Vegetation aus Gemüsegärten, Tamarinden und Baobabbäumen
wird nach und nach abgelöst von Akazien und unbewachsenen Sandbänken. Oft sehen
wir Bozo-Siedlungen, Dörfer mit Hütten aus geflochtenen Matten (hergestellt
aus Doum-Palmen) und Riedgrasdächern. Die Bozo sind ein Volk von Fischern, das
den periodisch wandernden Schwärmen folgt. Wir lernen auf unserer Reise ihre
Fang- und Konservierungsmethoden kennen. Von ihren Booten aus verkaufen sie
den berühmten Kapitänsfisch, aus dem unser Koch evtl. auch einmal das Mittagessen
zubereitet.
Ab Niafounké, der Heimatstadt des bekannten Gitarristen Ali
Farka Touré, erreichen wir den Südrand der Sahara. Der hier fast 2 Kilometer
breite Strom windet sich in nordöstliche Richtung. Die ersten Sanddünen erheben
sich im Norden und bieten dem Betrachter ein wunderschönes Panorama. Ein herrlicher
Anblick, den man vom Sonnendeck der Pinasse aus genießen sollte, während der
Kapitän den zahlreichen Untiefen ausweicht, die dem Auge des Laien meist verborgen
bleiben. Am Ufer sehen wir Nomadenzelte und die kuppelförmigen Hütten der Bella.
Diese sind ehemalige Sklaven der Tuareg, die sich auf den Handel mit Holz spezialisiert
haben. Sie transportieren es mit Eseln und türmen es zum Verkauf zu wahren Bergen
auf.
8. Tag: Timbuktu
Nach etwa dreitägiger Fahrt erreichen wir das legendäre Timbuktu,
das jahrhundertelang die Phantasie der Europäer beflügelte. Obwohl das heutige
Timbuktu nur noch ein Schatten seiner selbst ist, atmet es Geschichte. Wir fahren
mit dem Taxi in die Stadt und unternehmen eine Besichtigungstour zu den Bürgerhäusern
aus Lehmund Sandstein, die zu den historischen Unterkünften der Forscher Heinrich
Barth und René Caillié deklariert wurden. Nicht weit entfernt liegt die Markthalle,
auch die drei Moscheen Sidi Yahia, Sankore und Djinguer-Ber sind zu Fuß zu erreichen.
Anschließend können Sie ihren Aufenthalt in aller Ruhe selbst gestalten. Es
bleibt Ihnen überlassen, ob sie das Museum besuchen, die Schriftensammlung des
Centre Ahmed Baba betrachten oder einfach durch die Straßen schlendern möchen.
Spätnachmittags kehren wir zum Boot zurück und richten uns im
Nachtlager ein, voraussichtlich auf einer Sandbank. Die vielen Eindrücke in
Timbuktu waren anstrengend und man genießt sicher die Ruhe des abendlichen Lagers.
9. bis etwa 13. Tag: Pinassenfahrt durch die Wüste!
Am nächsten Morgen beginnt der zweite Teil unserer Bootstour.
Der Niger durchfließt die südlichen Ausläufer der Sahara, deutlich erkennbar
an den bis zu 80 Meter hohen Dünen am Ufer. Manchmal fühlt man sich wie zu Zeiten
Heinrich Barths, absolut archaische Stimmungen und Szenen!
Entlang dem Strom führt hier keine große Piste, so dass wir
keinen Fahrzeuglärm hören und tagelang kein Auto sehen, auch wird die Region
zunehmend menschenleerer, da die Tuareg-Nomaden sich für gewöhnlich nicht am
Fluss aufhalten. Wir legen zahlreiche Badestopps ein oder müssen die Pinasse
freischieben, wenn sie auf einer Sandbank aufgelaufen ist. Bilharziose ist nicht
zu befürchten, da die Erreger nur in seichtem, stehendem Wasser zu finden sind.
14. Tag: Ankunft in Gao, Ende der Bootstour und Weiterreise mit Geländewagen
durch den inneren Nigerbogen
Etwa 13 Tage nach unserer Ankunft in Bamako erreichen wir Gao,
heute eine recht unbedeutende, leicht chaotische Stadt. Dennoch wird sich der
Aufenthalt für einige Reiseteilnehmer lohnen, da hier von Tuareg gefertigter
Silberschmuck und Lederprodukte recht günstig zu erwerben sind. Wir genießen
(vorsichtig!) einige kühle Getränke an der Hotelbar und steigen nach dem Mittagessen
um in Geländefahrzeuge. Nach dem Überqueren des Nigerstroms mit einer Fähre
(bald über eine Brücke, die in Planung ist), verlassen wir den Fluss und fahren
auf guter Asphaltstrasse durch den inneren Nigerbogen zu den markanten Felsen
von Hombori. Die imposante Felsformation, die "Hand der Fatima" genannt wird,
sticht besonders hervor. Von einer Seite aus betrachtet zeigen sich die Felsen
wie Nadeln, die in den Himmel aufragen, von der anderen Seite kann man die Form
einer Hand erkennen. In der sonst eher etwas gleichförmigen Sahellandschaft
des inneren Nigerbogens bieten die Sandsteinmassive je nach Lichteinfall und
Wetterlage einen gespenstischen Eindruck oder zeichnen sich klar gegen den blauen
Himmel ab. Camping auf einer Düne beim mächtigen Felsklotz Hombori Tondo oder
in einem Camp in Douentza.
15. bis etwa 17. Tag: Fahrt ins Dogonland
Das nächste Ziel ist das Dogonland, Auf einer Buschpiste erreichen
wir Sanga, wohlbekanntes Zentrum auf dem Plateau von Bandiagara. Unterwegs ist
bereits eine Veränderung in den Siedlungsformen zu bemerken, der Einfluss der
Dogon wird sichtbar. Rundgang mit einem örtlichen Führer durch die unterschiedlichen,
jeweils für sich charakteristischen Ortsteile von Sanga.
Die Studien des Ethnologen Marcel Griaule machten sie in der
gesamten Welt bekannt: das Volk der Dogon und seine einzigartige Mythologie.
Wie Schwalbennester sind die Dogon-Siedlungen in die Steilstufe von Bandiagara
gebaut, die sich über die schier endlos erscheinende Gondo-Ebene erhebt. Ihre
Architektur spiegelt das Weltverständnis der Dogon in allen Details wieder,
wir sehen die berühmten Ahnenhäuser, Palaverhütten und Fetischaltäre. Ein besonderer
Blickfang sind die auf Felsvorsprüngen unweit der Niststätten von Milanen angelegten
Gräber, die nur über an der steilen Wand hängende Seile erreicht werden können.
Auf schmalen Pfaden durchwandern wir die Steilstufe; der Abstieg
ist an einigen Stellen steil, aber mit guten Wanderschuhen und etwas Fitness
durchaus zu bewältigen. Wer das nicht schafft, kann mit den Fahrern in oder
bei Sanga lagern und sich ausruhen.
Mit etwas Glück können wir einen Maskentanz erleben. Dieser
wird zwar extra für uns organisiert (man entrichtet einen Obulus in die gemeinschaftliche
Dorfkasse), dennoch ist eine solche Zeremonie ein einzigartiges und authentisches
Erlebnis.
Am Ende der Exkursion im Dogonland geht es wieder auf Buschpisten
zur - mit rezenten Felsmalereien ausgeschmückten - Felsgrotte von Songo, einem
wichtigen Initiationsplatz. Über Bandiagara, dem Hauptort auf dem gleichnamigen
Plateau, fahren wir zurück nach Sevaré, wo sich der Kreis unserer Reise schließt
und wir übernachten dort.
Etwa 18. Tag: Rückfahrt auf Asphalt von Sevaré nach Sègou
Fahrt nach Ségou, unserem nächsten Übernachtungsort; die hübsche
Auberge liegt sehr zentral fast am Nigerstrom, nahe dem alten Ortskern der geschichtsträchtigen
Stadt Ségou.
Etwa 19. Tag und 20.Tag: Rückreise nach Bamako und Rückflug
Am nächsten Morgen Fahrt nach Bamako. Je nach Abflugzeiten stehen
Ihnen in Bamako in einem Hotel sogenannte „dayrooms“ zur Verfügung, d.h. je
ca. 3-4 Personen bekommen ein Hotelzimmer zur Verfügung um sich erfrischen zu
können, bzw. zum Packen des Fluggepäcks.
Rückflug Bamako - Casablanca - Frankfurt (oder andere Flugmöglichkeit)
am Ende einer außergewöhnlich eindrucksvollen Reise.
Änderungen vorbehalten!
(Witterungs- und verkehrstechnisch bedingte Änderungen vorbehalten.)
Enthaltene Leistungen:
landesübliche gute Hotels
Doppelzimmer
Halbpension
Transfers
Tänze, Ausflüge
deutsch sprechender lokaler Guide
Nicht Inklusiv:
Internationaler Flug nach Mali
Reiseversicherung
Trinkgild
Malireise Preise:
2,090 Euro Mindestteilnehmer: 6 Personen
Einzelbelegung: 210 Euro
Auf Wunsch organisieren wir Ihnen auch gerne eine Verlängerung
Anforderungen/Informationen:
Normale körperliche Verfassung, Hitzeverträglichkeit, Mitwirkungsbereitschaft
Visum: erforderlich
Impfungen: Gelbfieber vorgeschrieben, Prophylaxe gegen Malaria
dringend empfohlen. Bitte besprechen Sie Ihren persönlichen Impfplan mit Ihrem
Hausarzt. Genaue Informationen und Auskünfte erhalten Sie auch beim Tropeninstitut.
Mali Reise, 17 Tage
Mali Reise, 3 Woche
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